3rd Day New York
 
Nach dem, schon zur Tradition gewordenen, Frühstück im Cafe Duke spazierten wir die Ave of the Americas, einer parallele zum Broadway, bis zum Central Park Richtung Norden entlang.
Vom Großstadtdschungel in den Park. Am Beginn des Central Parks, wo sich viele Leute zum Joggen treffen und auch noch das ein oder andere Auto fährt, ist es nur schwer vorstellbar, hier eine Ruheoase der Nerv Yorker vor sich zu haben. Doch je weiter man die Pfade in den den Central Park geht, desto mehr verblast der Großstadtlärm und die Geräusche der Natur gewinnen die Oberhand. Viele Orte meint man, bereits schon einmal auf der Kinoleinwand gesehen zu haben, andere entdeckt man völlig neu. Abseits der  großen Joggingroute trifft man kaum Menschen, das Wetter war aber auch nicht dementsprechend.
Vorbei an Seen, Brücken und dem Zoo, suchten wir uns, auf Höhe der 74th Street, den Weg zurück in den Großstadtdschungel - das ist nicht so schwer, denn die Wolkenkratzer sind aus dem Park heraus fast immer zu erkennen, so daß man leicht die Orientierung behält. Im Central Park haben wir lustige kleine Eichhörnchen gesehen, die unsere ähnlich sind-  bis auf ihr fedriger, buschiger Schwanz. Und neben dem Hot Dog Stand hat es in New York auch viele Nuts 4 Nuts Stände, frei übersetzt „ Verrückt nach Nüssen“,die gebrannte Cashews , Peanuts und Almonds (Mandeln) verkaufen. Die Cashews waren unsere Stärkung für den weiteren Weg.
An der 5th Ave tauchten wir auf, sie wollten wir zurück Richtung Süden ablaufen und einen Blick auf New Yorks bekanntste Nobeleinkaufsmeile werfen.
An der Ecke 5th Ave 54th street befindet sich der  Apple Store: Aus dem Boden erhebt sich ein hohler Glasquader der nur als Eingang zu den unterirdischen Verkaufsräumen dient. Menschenmassen drängen sich zwischen iPod und macs und wir nutzten die Gelegenheit uns im Internet auf den neuesten Stand zu bringen.
Wieder auf ‚street-level‘ gings die 5th ave in Richtung Süden, vorbei an bekannten Namen wie Tiffanys, Bulgari, Armani etc...
Das Konsumhighlight war allerdings ohne Frage Abercrombie and Fitch. Ähnlich einem Club Reihten sich die Einkaufswilligen hier in eine sauber aufgestellten Warteschlange erstmal vor dem Eingang ein. Der Zugang wurde nur in Absprache mit dem Türsteher gewährt: How many? - Two. - Go ahead. Im Foyer gab es dann  die Möglichkeit sich neben einem lebenden Waschbrettbauch ablichten zu lassen. Nur knapp dieser Versuchung widerstanden tauchten wir ein  in das Dunkel des von treibender Musik beschallten und mit betäubendem Parfum geschwängerten Ladens. Trotz reichlicher Animationsversuche durch durchtrainierte junge Damen und Herren, die anscheinend per Arbeitsvertrag dazu verpflichtet waren permanent zur Musik herumzutanzen und jeden persönlich wie einen besten Freund zu begrüßen, war uns in dem schwitzigen Gedränge nicht nach Einkaufen zumute.
Wieder am Tageslicht ging es trotz Menschenmassen erstmal gut voran, denn die Straße war mit großem Polizeiaufgebot für Autos gesperrt. Nach drei Blöcken gemütlichen schlenderns wurde der Grund hierfür offenbar: Die Polen aus New York und Umgebung feierten sich selbst in einer gigantischen Parade: Fahnenschwenkende Jugendliche in aufgemotzten Autos, Bürgermeister, diverse ‚Miss Polonias‘ Feuerwehrzüge und Rettungsfahrzeuge verbanden sich zu einem rot weissen Wurm der sich mit Ohrenbetäubendem Lärm durch die 5th ave wand.
Immer flankiert von tanzenden und schreienden nahmen wir noch Sehenswürdigkeiten wie Bibliothek, das Rockefellercenter mit Atlasfigur und der bekannten Schlittschuhbahn mit.
Das südliche Ende des Ausflugs markierte das Empire-State Building. Auf dem Weg nach Westen in Richtung Subway gabs an einem der zahlreichen mobilen Verkaufsbuden dann für 2$ den ersten echten Hot Dog. So gestärkt ging's per Subway zum Times Square und ins Hotel.
Im Hotel planten wir, noch etwas benommen von dem Lärm des Umzuges den weiteren Abend. Wir wollten ruas, weg aus dem Krach - Coney Island, das Lieblingsziel zahlreicher New Yorker. Im Sturbucks, am Time Square, organisierten wir uns warme Verpflegung (Cafe und Tee) für die doch etwas längerer Reise mit der Subway Q. Fast 50 min rumpelten wir, mal schneller, mal stockend, in Richtung Coney Island.  
Auf Coney Island seht ein kleiner Vergnügungspark direkt am der Strandpromenade und es gibt dort bei „Nathan´s“, angeblich den besten und ersten Hot Dog Americas. Denn haben wir natürlich ausprobiert und müssen sagen - es simmt... Wir bummelten an der Strandpromenade entlang, die wie wir merkten, auch schon Saisonende hatte. Viele Buden waren geschlossen, man könnte auch meinen, sie sind im Sommer ebenso nicht geöffnet, weil sie so alt und verfallen aussehen. Wir hatten unseren Spaß auch so, mit lustigen Schattenspielen, als Fotomotive. Das selbe gilt für den Vergnügungspark. So heruntergekommen und geisterhaft wie er sich präsentiert, ist es schwer vorstellbar, das im Sommer hier das Leben pulsiert. Aber für uns gerade richtig, zum Energie tanken, keine Menschenmassen, kein Lärm, nur das Rauschen des Meeres und des Windes.
Zurück fuhren wir mit der Subway D, um dann etwas früher als am Vorabend schlafen zu gehen.
Schließlich beginnt morgen der letzte Tag in New York und wir haben noch viel vor.
 
 
eastcoast 2008
Sonntag, 5. Oktober 2008