11th Day Bar Habour - North Conway
 
Um 7:40 Uhr wurden wir von einem erst zaghaften und dann immer lauteren „rrrrriinnnggg, rrrriiiinnggg“, aus Simons Handywecker aus dem Schlaf geholt und der war sehr kuschlig in den überdimensionalem großen weichen Bett gewesen.
Aber wir wurden mit einem richtig leckerem amerikanischen Hausmannskost-Früstück gegen 8:00 Uhr entschädigt. Im ansehnlichen, aber angemessenen Preis der Unterkunft war das Frühstück mit dabei. Aus einem kleinen, aber feinen Angebot, bestehend aus verschiedenen Brotsorten, Säften, Obstsalat, Joghurt und diversen süßen Brotaufstrichen, gab es zusätzlich á la carte aus der Küche. Dazu zählte ein reiches Angebot an typisch amerikanischen Frühstücksgewohnheiten (Egg and ham um nur eins davon zu nennen). Simon entschied sich für selbstgemachte frische Pumpkin (Kürbis) Pancakes mit Ahornsirup und ich bestellte  scrambled Eggs (Rühreier). Es war sehr lecker und vor allem auch wieder einmal schön, nicht aus Pappbechern zu essen und zu trinken und auf der Autotürschwelle oder dem Cooler zu sitzen, während man sich für den Tag stärkt.
Nach dem menschlichen Frühstück meldete sich unser Auto auch - es hatte Hunger und brauchte Benzin. Allerdings stellt sich unser Auto, zum einen wegen der Hybridkombination des Motors und zum anderen wegen der billigen Spritpreise als weniger gefräßig und somit pflegeleicht dar - wir zahlten für eine Tankfüllung (ca.30 Liter) 26 $, das sind in Euro ca. 23 Euro. Damit kommt man in Deutschland keine 200 km...
Nach einer langen Fahrt auf der # 95 nach Süden, mit einem Wechsel auf die # 302 nach Westen, die wir mit dem Hörbuch „Der kleine Hobbit“ verkürtzten, meldete sich die Natur des Menschen - wir hatten auch jede Menge Tee getrunken. Aus Erfahrung wissen wir mittlerweile, dass Toiletten in Fast Food Läden meist sehr eklig und schmutzig sind, die Restrooms in den  großen Supermärkten allerdings immer sauber. So fuhren wir an der nächsten größeren Ortschaft vom Highway runter um einen solchen zu suchen und landeten im Wallmart.
Nach einer kleinen Pinkelpause und einem Bummel durch das überwältigende, vielfältige Angebot, ging es ohne Zwischenstopps bis nach North Conway, wo wir sofort zur kleinen, aber feinen Visitor Information fuhren. Dort wurden wir mir hilfreichen, guten Infos zum Thema wandern ausgestattet. Für heute hatten wir genug an Touren zu tun, es war auch schon 14:30 Uhr.
Bevor es aber diesbezüglich weiter ging, stärkten wir uns „bürgerlich“ im Burger King, um dann noch schnell im Colonial Motel einzuchecken - ein schlichtes, aber sehr süßes uns sauberes Behindertenzimmer, also hatten wir ein großes Badezimmer...(Warum bekommen wir immer die Behindertenzimmer?)
Der erste Trail ging auf den Black Cap Mountain. Wir hatten gutes Wetter uns somit, von einem Granit-plateau oben am Gipfelpunkt,  eine passable Sicht über die Landschaft des White Mountain Terrains.
Aufgewärmt vom ersten Hike, der uns gerade mal  eine gute Stunde beschäftigt hatte beschlossen wir noch einen Trial zu erkunden, den Dianas Bath Trail, zu einem kleinen Wasserfallstrom. Das Ding war nach 30 min im Kasten. Es wurde auch schon dunkel, aber unser Entdeckungsdrang war noch nicht ermüdet. Also auf zum nächsten Punkt - Cathedral Ledge. Eine Steilwand, an der uns sogar noch zwei voll bepackte Kletterer entgegenkamen, die wohl auch gerade mit den letzten Sonnenstrahlen oben auf dem Garanit-plateau angekommen waren. Wir sind bis dorthin mit dem Auto gefahren. Nach ein paar Bildern von der tollen Aussicht, fuhren wir doch schon etwas müde ins Motel zurück.
Nach einer kurzen Erholungspause und er Abendplanung meldete sich auch wieder Hunger an und wir entschieden, in den großen Supermarkt Shaws zu fahren und dort Zutaten für ein Abendessen auf dem Zimmer zu organisieren - frisches Weißbrot, Frischkäse und einen leckerer Salat. Als Betthupferl mampften wir eine Apple-Pie und Pumpkin-Muffins, die leider nicht ganz so gut schmeckten, wie die von Dunkin Dounats.
Mit vollen Bäuchen im Bett liegend, ließ es sich noch angenehm Fern sehen, bevor uns die Äuglein zu gingen. Morgen soll es wider früh rausgehen, wandern - na dann mal schnell Gute Nacht!
eastcoast 2008
Montag, 13. Oktober 2008