7th Day Falmouth/ Cape Cod
 
Nach einer guten Nacht im Cottage genossen wir ein typisches amerikanisches Continentalfrühstück aus Pappbechern und Tellern im Hotel. Davor mußten noch einige Hindernisse überwunden werden. Erstens regnete es in Strömen und zweitens gab es in der früh eine kleine Stromschwankung/ -Ausfall, die uns dazu nötigte im dunkeln zu duschen... Zum frühstück gab natürlich Beagles, Peanutbutter und Starbuckscafe und -tee. Die Beagles konnten mit einer Beaglesguilliotine in zwei gleiche Teile halbiert und dann in den Toaster geschoben werden. So schmeckten sie noch besser...
Frisch gestärkt fuhren wir durch Regen über die #28 und über die #6 in den Norden von Cape Cod, nach Wellfleet um dort zu wandern. Das ca. 80 mi entfernte Wellfleet war schnell gefunden, aber wir benötigten noch eine geraume Zeit um den Einstieg des Great Island Trails zu finden.
Den Parkplatz und den passenden Trailbeginn entdeckten wir genau in dem Moment, als wir uns schon nach einer Alternative umsehen wollten.
Es handelte sich um einen 12 km langen Wanderweg, durch Marschlandschaften und an Dünen entlang und am Schluß ein langes Stück am Strand. Der Weg wurde von vielerlei Getier begleitet - lebende winzige Krabben, die sich schnell in ihre Löcher verzogen, wenn wir kamen, viele ausgehöhlte tote Krabben und krabbenähnliches und natürlich ganz viele, dicke, fette Möwen. Ansonsten  gehörte uns der Weg alleine, die Sonne schien (das tat sie schon auf der Fahrt nach Wellfleet) und der Meereswind blies alle Gedanken aus unseren Köpfen. Wir legten uns auch für eine viertel Stunde in den Sand um den Wellen zu lauschen...
Müde, vom anstrengenden und vor allem ungewohnten gehen im Sand und beeindruckt von der Landschaft durch die wir die letzten 3 h gewandert waren, stiegen wir ins Auto um uns auf eine (leider erfolglose) Suche nach einen Lobster-Imbiss umzusehen. Der im Reiseführer beschriebene wollte sich einfach nicht finden lassen. Also fuhren wir auf selben Weg zurück nach Falmouth um dort am Abend die hiesigen Seafoodlokale auszuprobieren.
Irgendwann wurde der Hunger aber zu groß und wir nahmen einen kleinen Überbrückungsimbiss ein: Simon bei Subway und ich bei McDonalds.
Im Hotel angekommen wollten wir noch vor dem Essen Wäsche waschen (es war schon ca. 19:30 Uhr). Der einzige Waschautomat muß mit 8 mal 25 Cent gefüttert werden. Und das Waschmittel braucht auch 4 mal 25 Cent. Nicht zu vergessen, der Trockner, denn was soll man mit nasser Wäsche - dreimal darf geraten werden - richtig  - 8 mal 25 Cent. Das macht ergibt zusammen 20 Coins. Simon ging also runter zur Rezeption um dort seinen 5 $ Schein wechseln zu lassen, um dann festzustellen, das es an der Rezeption leider keine münzen mehr gibt - alle aus - aber einen halben Block weiter wäre ein Laden, da könne man wechseln.
Ich holte also die Wäsche wieder aus der Maschine, wir brachten die Wäsche aufs Zimmer und liefen einmal durch das ganze Dorf, um dann einen anderen Laden zu finden, in dem wir dann auch noch etwas einkauften, denn nur Wechseln wollten wir nicht.
Die Wäsche war nach 25 min gewaschen, aber jetzt trocknet die gerade vor sich hin - das soll 45 min dauern. Und da es in 45 min dann 22.15 Uhr ist, wird das mit dem Essen gehen nichts mehr. Wie gut, dass wir vorhin noch in dem Laden Crackers und Cookies eingekauft haben - so beleibt der Bauch nicht hungrig.
Ich bin mal gespannt was die Wäsche macht - ich hoffe sie wird nicht eingehen...
eastcoast 2008
Donnerstag, 9. Oktober 2008